Mediterrane Knoblauchküche

Kein Platz für kulinarische Angsthasen

Leben und Essen wie im Süden- ob in Italien, Spanien oder in Griechenland, eines haben deren Bewohner gemeinsam: Sie ernähren sich mit viel Gemüse, Getreide, Fisch, Olivenöl und Knoblauch. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass ein mediterraner Ernährungsstil vor Herz- und Gefäßerkrankungen schützt. Aber genügt das schon? Eine große Portion Gelassenheit und ein entspanntes Leben gehören unbedingt dazu. Ein besonders gutes Rezept um das alles umzusetzen lautet: Man nehme ein paar gute Freunde, koche mit ihnen gemeinsam und isst bei einem guten Glas Rotwein zu Hause in entspannter Atmosphäre. Das sind erlebte Streicheleinheiten für Leib und Seele, die allen Beteiligten gut tun.

Alles was das Mittelmeer zu bieten hat
Gemüse: Vitamine, Ballast-, Mineral- und sekundäre Pflanzenstoffe sind die besten Waffen der körperlichen Abwehr. Getreide, in Form von Nudeln und Reis, besitzt kaum Fett, macht satt und unterstützt die Verdauung. Olivenöl, das "Gold der griechischen Götter" ist reich an essentiellen Fettsäuren und hält somit die Gefäße frei. Fisch, insbesondere der Seefisch in seiner prallen Vielfalt, ist reich an natürlichem Jod und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Ihnen sagt man eine vorbeugende Wirkung gegen Herzinfarkt und eine Förderung der Gedächtnisleistung nach. Auch Rotwein, in Maßen genossen, sagt man eine gesundheitsfördernde Wirkung nach. So soll er helfen, das Risiko eines Schlaganfalls zu mindern.

Der absolute Superstar
Knoblauch- seine ursprüngliche Heimat ist der zentralasiatische Raum. Das Thema Knoblauch ist vielfältig: Eine übermäßige Verwendung von Knoblauch wurde den Hunnen nachgesagt, ägyptische Pyramidenarbeiter erhielten regelmäßig Knoblauchrationen, um leistungsfähig zu bleiben. Griechen und Römer bauten den Knoblauch in Knoblauchgärten an. Römische Legionäre sollen Knoblauch vor der Schlacht als Stärkungsmittel verwendet haben.

Immer noch spaltet Knoblauch die Nation. Entweder man liebt ihn wegen seines wunderbaren Geschmacks oder er wird abgelehnt. Sein Genuss gilt vielerorts als Fauxpas, denn Lunge und Haut verraten seinen Konsum.

Einige Zeitgenossen haben ihre eigene Methode um dem entgegen zu steuern. So wird das Kauen von Petersilienblättern und Kardamomsamen empfohlen, das diesen Misstand verhindern oder mildern soll. Andere essen Knoblauch nicht roh sondern nur zubereitet und in Fett gedünstet.

Knoblauch ist reich an den Vitaminen A, B1, B2 und C und enthält viel Schwefel. In der Volksmedizin gilt Knoblauch als vorbeugendes Mittel gegen Arteriosklerose und hohen Blutdruck. Knoblauch wirkt keimtötend, bzw. er hemmt das Wachstum von Bakterien.


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